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SURE:st
Supporting Ukrainian Higher Education in Science and Technology

Am 24. Februar 2022 begann der Angriffskrieg gegen die Ukraine, dessen Ende derzeit ungewiss ist. Auch die Hochschulen in der Ukraine blieben vom Krieg nicht verschont. Studierende, Lehrende und Forschende verloren innerhalb kurzer Zeit die Möglichkeit zu lernen, zu lehren, zu prüfen und zu forschen.
Die in der Ukraine Verbliebenen haben teilweise sämtliche institutionelle Infrastruktur verloren und auch die Geflüchteten verfügen häufig nicht über die Mittel, um angemessen an hochschulischen Bildungsprozessen teilzuhaben. Sie benötigen neben der technischen Ausstattung auch generelle Informationen zum Studium in Deutschland, Zugänge zu Fördermöglichkeiten, sprachliche Weiterbildungsangebote und Kenntnisse über formale Prozesse einer deutschen Hochschule. Nicht zuletzt sind die Menschen aus der Ukraine psychisch in hohem Maße belastet und brauchen Unterstützung nicht allein beim Ankommen, sondern bei der Verarbeitung des Erlebten.
Die Hochschulen in Deutschland haben innerhalb kürzester Zeit reagiert, Hilfsangebote ins Leben gerufen und Wissenschaftsbrücken kreiert. Die Systematisierung und Verstetigung dieser Nothilfe-Maßnahmen ist erklärtes Ziel des Projekts SURE:st.
Mit SURE:st möchte die RWTH Aachen University ihren Beitrag dazu leisten, (geflüchteten) Angehörigen ukrainischer Hochschulen zu ermöglichen, Studium und Lehre mit möglichst wenig Verlust fortzusetzen. Es sollen einfache und unbürokratischen Wege geschaffen werden, an Lehrveranstaltungen und Online-Angeboten teilzunehmen. Neben Sprachkursen ist auch die Betreuung der ukrainischen Studierenden durch Studierende der RWTH von großer Bedeutung. Das Angebot soll stetig evaluiert und dynamisch an die sich verändernden Bedarfe angepasst werden.
Ebenso sollen Hochschulangehörige aus den ukrainischen Kooperationshochschulen in die Konzeptionierung eingebunden werden. Die RWTH kooperiert bereits mehrere Jahre auf verschiedenen Ebenen mit Hochschulen in der Ukraine: mit dem Polytechnischen Institut Charkiw und seit kurzem mit zwei Hochschulen im europäischen Projekt ENHANCE. Auf studentischer Ebene veranstaltet die Fachschaft Maschinenbau seit Jahren einen Osteuropaaustausch mit der National Aviation University Kiev. Unter der Federführung von Prof. Pich (Osteuropabeauftragter und Ukrainer) konnten seit Beginn des Krieges Spenden für Medizin für die Ukraine gesammelt werden.
Zielgruppen von SURE:st sind ukrainische Studierende sowie Schülerinnen und Schüler am Übergang zum Studium unabhängig von ihrem Standort. Ebenso wie die Forschenden sollen sie während eines zeitlich kaum planbaren Fluchtgeschehens mit hoher Stressbelastung möglichst unkompliziert durch Informations-, Beratungs- und Begleitangebote individuell unterstützt werden.
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